Propylenglycol (PG) im E-Liquid: Funktion und Auswahl
Propylenglycol (PG) ist ein Hauptbestandteil vieler E-Liquids. Erfahre, wie PG wirkt, welches PG/VG-Verhältnis zu dir passt und was beim Kauf zu beachten ist.
Propylenglycol ist neben pflanzlichem Glycerin der wichtigste Trägerstoff in jedem E-Liquid und entscheidet massgeblich über Geschmack, Throat Hit und Dampfverhalten deiner E-Zigarette. Wer versteht, wie PG im Liquid funktioniert, kann das richtige Mischverhältnis für sein Setup auswählen und Enttäuschungen beim Kauf vermeiden. In diesem Ratgeber erfährst du, was Propylenglycol chemisch ist, welche Rolle es gegenüber VG spielt, wie sich unterschiedliche PG/VG-Mischungen auf dein Dampferlebnis auswirken und worauf du in der Schweiz beim Einkauf von Liquids und Basen achten solltest.
Propylenglycol (chemisch 1,2-Propandiol), oft auch Propylenglykol geschrieben und mit PG abgekürzt, ist eine klare, nahezu geruchlose und leicht süsslich schmeckende Flüssigkeit. Der Stoff wird in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie als Feuchthalte- und Trägermittel eingesetzt und trägt dort die E-Nummer E 1520. In E-Liquids bildet PG zusammen mit pflanzlichem Glycerin (VG) die sogenannte Liquid Base, also das Grundgerüst, das Aromen und gegebenenfalls Nikotin transportiert.
Im Gegensatz zu VG ist Propylenglycol dünnflüssig und besitzt eine deutlich geringere Viskosität. Dadurch zieht es schnell in die Watte eines Coils ein und bindet Aromen effizient. Verwechsle PG nicht mit Ethylenglycol – das ist ein giftiges Frostschutzmittel und hat in Liquids nichts zu suchen. Seriöse Hersteller verwenden ausschliesslich pharmazeutisch reines PG (USP/EP-Qualität).
Propylenglycol übernimmt in jedem E-Liquid mehrere Aufgaben gleichzeitig. Es ist Aromaträger, Feuchthaltemittel und verantwortlich für den sogenannten Throat Hit – also das leichte Kratzen im Hals, das viele Umsteiger von der Tabakzigarette erwarten.
Aroma und Throat Hit
Je höher der PG-Anteil, desto intensiver kommen Aromen zur Geltung und desto spürbarer ist der Hit im Rachen. Fruchtige und Menthol-Liquids profitieren besonders von einem höheren PG-Wert, da die Aromamoleküle sich in PG besser lösen als in VG.
Dampfmenge und Coil-Verhalten
VG erzeugt die sichtbaren Wolken, PG sorgt für den Geschmack. Ein PG/VG-Verhältnis von 50/50 ist der Allrounder für Pod-Systeme und MTL-Verdampfer (Mund-zu-Lunge). Sub-Ohm-Setups mit hohen Wattzahlen (60 W und mehr) nutzen oft 30/70 oder 20/80 zugunsten von VG, weil dünnflüssige Liquids sonst die Watte überfluten würden.
Bevor du ein Liquid oder eine Base auswählst, lohnt sich ein Blick auf diese Punkte:
- PG/VG-Verhältnis passend zum Gerät: Pod-Systeme und Einweg-Vapes vertragen 50/50 bis 60/40 PG/VG. Sub-Ohm-Tanks verlangen mehr VG (meist 70 % oder höher), sonst tropft das Liquid durch den Coil.
- Qualität und Reinheit: Achte auf pharmazeutisches PG in USP- oder EP-Qualität. Seriöse Hersteller deklarieren das auf dem Etikett.
- PG-Unverträglichkeit: Ein kleiner Teil der Dampfer reagiert mit Halskratzen, trockenem Mund oder Hautreaktionen. Wer das bei sich feststellt, wechselt auf High-VG-Liquids (80/20 VG/PG) oder VG-basierte Rezepturen.
- Nikotinstärke abstimmen: PG-reiche Liquids verstärken den Throat Hit. Kombinierst du 50/50 mit 18 mg/ml Freibasennikotin, wird es kratzig. Nikotinsalz oder geringere Stärken sind hier angenehmer.
- Lagerung: Propylenglycol ist hygroskopisch und zieht Feuchtigkeit. Lagere Liquids kühl, dunkel und fest verschlossen, damit Aroma und Konsistenz erhalten bleiben.
Wer seine eigenen Mischungen anrührt, greift zu reinen PG- und VG-Basen sowie Aromakonzentraten und dosiert nach Wunsch. Fertige Shortfills und Longfills nehmen dir diese Arbeit ab und liefern ein stimmiges Verhältnis direkt aus der Flasche.
Ist Propylenglycol gesundheitlich bedenklich?
PG gilt beim Verzehr und in Kosmetika als unbedenklich und ist in der EU sowie der Schweiz als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Langzeitdaten zum inhalativen Konsum in E-Liquids sind begrenzt, akute Toxizität wurde in üblichen Mengen nicht nachgewiesen.
Was bedeutet PG/VG 50/50?
Das Verhältnis gibt die prozentuale Zusammensetzung der Base an. 50/50 bedeutet je zur Hälfte Propylenglycol und pflanzliches Glycerin – ein ausgewogenes Verhältnis mit gutem Geschmack, moderatem Dampf und klarem Throat Hit.
Warum kratzt mein Liquid im Hals?
Ein ausgeprägtes Kratzen kann an einem hohen PG-Anteil, zu hoher Nikotinstärke oder an einer individuellen Unverträglichkeit liegen. Teste ein Liquid mit 70 % VG oder reduziere die Nikotinstärke und beobachte den Unterschied.
Kann ich PG pur dampfen?
Theoretisch ja, praktisch nicht sinnvoll. Ohne Aromen schmeckt reines Propylenglycol leicht süsslich bis neutral, der Throat Hit wird aber sehr intensiv. Für den Alltag sind gemischte Basen mit Aroma die bessere Wahl.
Propylenglycol ist also weit mehr als ein schlichter Füllstoff: Es bestimmt Geschmack, Dampfverhalten und Throat Hit deines Liquids. Wer das passende PG/VG-Verhältnis zu seinem Gerät findet, holt deutlich mehr Genuss aus seiner E-Zigarette. Stöbere in Ruhe durch unsere Liquids und nikotinfreien Basen, vergleiche die Mischverhältnisse und teste dich durch verschiedene Varianten, bis dein persönlicher Favorit feststeht. Das Angebot richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren.

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